Pollmer und Herwig überragen bei ihrem Abschied von der ESG

Unentschieden gegen Dotzheim zum Abschluss


Zehn Herwig-Paraden und sechs Pollmer-Tore: Von den vier Spielern, die nach dem 31:31 (14:15) des Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg gegen den TuS Dotzheim verabschiedet wurden, standen zwei im Blickpunkt.

Torwart Martin Herwig hat sich seine beste Saisonleistung bis zum Schluss aufgehoben und Linksaußen Pollmer hat in seinem letzten Spiel noch einmal gezeigt, dass er ein großartiger Handballer ist.

Zum Glück für Herwig und Pollmer zogen deren Mitspieler zumindest in der Schlussphase mit, denn die ESG musste bis auf eine Ausnahme (19:18 in der 39. Minute) gegen Dotzheim immer einem Rückstand hinterherlaufen. Aber schließlich steigerten sich auch Franco Rossel, Cornelius Feuring und Christoph Koch, sodass Jan Pollmer seine Karriere wenigstens mit einem Unentschieden beenden konnte. Dazu hatte der nach dem Spiel gekürte Oberliga-Torschützenkönig Heinrich Wachs (192/54 vor Dotzheims Marc-Oliver Teuner mit 190/59) mit sieben Treffern beigetragen.

Pollmers Glück war Vaupels Pech. Neben dem erwähnten Trio Martin Herwig, Jan Pollmer und Tim Schneider sollte nämlich auch Linksaußen Niklas Vaupel angemessen verabschiedet werden. Aber Pollmer war so gut und das Spiel zu umkämpft, um einen Wechsel zu ermöglichen. Deshalb war Arnd Kauffeld untröstlich. „Ich hatte mir fest vorgenommen, Niklas einen großen Spielanteil zu geben, aber die Umstände haben dagegen gesprochen“, sagte der ESG-Trainer.

Es sind jedoch nicht die geringen Einsatzzeiten, die Vaupel dazu veranlasst haben, seine Handballer-Karriere zu beenden, denn der Linksaußen betreibt noch ein zweites Hobby mit Leidenschaft. „Ich möchte meine Ambitionen als Singer-Songwriter intensivieren und daraus vielleicht einen Beruf machen“, sagt der 26-Jährige, der auch private Gründe hat, das Kapitel Handball für immer zu schließen.

Eine Überraschung war die starke Leistung des Gastes schon. Denn wer sich die beiden letzten Resultate der Dotzheimer angeschaut hatte, der traute in der Gensunger Kreissporthalle seinen Augen nicht. Gegen den achtfachen Torschützen Maximilian Schubert hatte die ESG nie ein Mittel, und auch Thomas Sterker war nicht zu stoppen. Zudem glänzten die beiden Torhüter Fin Welkenbach und Nicolas Robinson mit insgesamt 14 Paraden. Verhindern konnten sie allerdings den 31:31-Ausgleich von Vince Schmidt 50 Sekunden vor Schluss nicht.

Gensungen/Felsberg: Lauterbach (1 - 23., 5 Paraden/12 Gegentore), Herwig (23. - 60., 10/19) - Rossel 3, Gerhold, Hütt 2, Wachs 7/1, Schmidt 1, Otto 1, Feuring 6, Schneider, Koch 3, Kothe 2, Pollmer 6, Vaupel.

Dotzheim: Welkenbach (1. - 30., 8/14), Robinson (31. - 60., 6/17 - Battermann, Schubert 8, Heil, Klasmann 1, Assmann 3, During 1, Sterker 6, Schmidtmann 2, Teuner 9/6, Schuhmacher.

SR: Hoffelner/Siedel (Bensheim/Auerbach).

Zuschauer: 400.

Siebenmeter: 2/1:6/6.

Zeitstrafen: 4:10-Minuten.

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