ESG Gensungen/Felsberg ist heiß auf die MT Melsungen II

Derby am Samstag um 19.30 Uhr

Gensungen. Der Wiederaufstieg der MT Melsungen II in die Oberliga macht‘s möglich: Nach einem Jahr Pause dürfen sich die Handballfans auf das Derby zwischen der ESG Gensungen/Felsberg und der MT Melsungen II freuen (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen).

1. Die Bilanz: Vier Spiele, vier Siege - bisher bekam die Bundesliga-Reserve gegen die Edertaler keinen Stich. Besonders schmerzhaft war die letzte 21:29-Heimniederlage, denn sie besiegelte nach nur zwei Jahren in Hessens höchster Spielklasse in der Saison 2016/2017 den Abstieg.

2. Die Form: Fünf Spiele musste die ESG, zwischenzeitlich ziemlich verunsichert, auf ihren ersten Saisonsieg warten, ehe sie ausgerechnet beim starken Aufsteiger Büttelborn (39:31) aufdrehte. Die Wende? Trainer Kauffeld warnt: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.“ Natürlich in der Hoffnung, „dass wir im Derby mit der gleichen Mentalität auftreten.“ Also in der Abwehr gut zusammen arbeiten und im Angriff „Handball spielen statt arbeiten“.

Sein Kollege reist mit einer 26:32-Niederlage gegen die HSG Pohlheim im Gepäck an, die aber Georgi Sviridenko weniger fuchst als das 27:28 am dritten Spieltag gegen Babenhausen, einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf. „Da haben wir zwei Punkte liegen gelassen“, sagt der Handball-Lehrer - und will sich diese nun im Derby zurück holen. Und setzt dabei weniger auf das Momentum als auf den speziellen Charakter dieses speziellen Spiels: „In den Derbys spielen solche Vorzeichen keine Rolle.“

3. Das Personal: Gensungen/Felsberg vermeldet Bestbesetzung, nachdem auch Benedikt Hütt gestern ins Mannschaftstraining zurück kehren konnte. Bei der MT II fallen die Langzeitverletzten Eugen Gisbrecht und Christian Damm aus, Verstärkung erhält der Gast aus der A-Jugend (unter anderem Jona Gruber, Tomas Piroch, Julian Damm und Glenn-Louis Eggert). 

Arjan Haenen stünde (im rechten Rückraum) zur Verfügung, denn die Melsunger Bundesliga-Mannschaft ist erst am Sonntag im Einsatz. Gerüchte über eine Reaktivierung des Altinternationalen Petr Hruby (3. Mannschaft) halten sich indes hartnäckig.

4. Die Taktik: Beide Trainer bevorzugen eine 6:0-Abwehr, nur die Alternativen dazu fallen unterschiedlich aus. Arnd Kauffeld setzt in besonderen Situationen auf eine 4:2-Deckung, Georgi Sviridenko auf die 5:1-Variante mit einem vorgezogenen Spieler (meist Luca Hagemann).

5. Die Duelle: „In solchen Spielen treten die Torwarte noch mehr in den Vordergrund“, weiß der MT-Coach um die besondere Rolle von Daniel Kocsis, Neuzugang vom Drittligisten Apolda. Der hatte bereits seine „starken Momente“, aber auch einige Hänger und muss laut Sviridenko „noch konstanter werden.“ Drum ist A-Jugend-Torwart Eggert mehr als nur die Nummer zwei. 

Der Gensunger Trainer muss sich da mit dem jederzeit zuverlässigen Marc Lauterbach wohl weniger Sorgen machen. Bleibt die Frage, welcher Spielmacher die entscheidenden Akzente setzen kann. Vince Schmidt (ESG) oder Max Pregler (MT)? Benedikt Hütt oder Adam Kiss? Oder schwingt sich, als weitere Alternative, Christian Rohde bzw. Jona Gruber zum Derbyheld auf?

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