"Diese Fankultur ist in der Oberliga einzigartig"

Interview mit Tim Schneider

 

Nach 5 Jahren bei unserer ESG verlässt Tim Schneider im Sommer unser Oberligateam. Der Fanclub Hölle Nord hat mit ihm über die letzten Jahre und seine Zukunftspläne gesprochen.

 

1.Wann hast du für dich entschieden, dass du nach dieser Saison die ESG verlässt und welche Gründe spielten für dich die entscheidende Rolle?

Ich habe mich Anfang diesen Jahres dazu entschieden die ESG zu verlassen. Beruflich und im Studium haben sich neue und anspruchsvolle Aufgaben für mich ergeben. Diesen möchte ich mich mit vollem Engagement stellen. Das hat zur Folge, dass ich in der nächsten Saison dem Verein nicht so viel geben könnte, wie ich gerne möchte und wie dieser verdient hat. Daher musste ich die schwierige Entscheidung treffen und den Handball zuerst einmal hinten anstellen.

 
2.Du hast viele Jahre für Gensungen/Felsberg gespielt. Was macht den Verein aus?

Den Verein machen all die vielen Kleinigkeiten aus, die für die Spieler und die Gemeinschaft im Verein getan werden und viel zu umfangreich wären, sie hier aufzuzählen. Ob es Kaffee und Kuchen vor den Heimspielen, die Feiern des Fanclubs an den Fischteichen oder das gemeinsame Essen nach der Videokonferenz donnerstags sind, die ESG Gensungen/Felsberg bedeutet ambitionierter Handball in einem familiären Umfeld mit unzähligen freiwilligen Helfern, denen wir so vieles verdanken.

 
3.Was waren deine schönsten Momente bei der ESG und an was wirst du dich immer erinnern?

Die schönsten Momente für mich waren die unzähligen Feiern nach den Spielen und zu anderen Anlässen. Es war überwältigend, wie viele Leute unsere Spiele regelmäßig besucht und auch noch nach den Spielen Siege mit uns gefeiert und Niederlagen mit uns durchgestanden haben. Bei dem ein oder anderen Kaltgetränk konnte man Fans näher kennenlernen und viele interessante Gespräche führen. Diese Fankultur ist in der Oberliga einzigartig und förderte die Gemeinschaft im Verein und den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.

 
4.Gibt es eine Mannschaft/Verein, in der du gerne mal gespielt hättest?

Ich hätte gern eine Saison im Training der ESG im Fußballteam „Alt“ gespielt ;-)

 
5.Du hast bisher schon unter einigen Trainern gespielt. Welcher Trainer hat dich sportlich am weitesten gebracht?

In der Jugend hat mich mein damaliger B-Jugend Trainer Christian Sauer sicherlich am weitesten gebracht. Er hat es geschafft, die komplette Mannschaft individuell  weiterzuentwickeln und er hat uns zu einer funktionierenden Einheit geformt. Er hat uns als erster Jugendcoach das Abwehrspielen so richtig beigebracht und mich sowohl als Rückraumspieler als auch als Außen gefördert.

In meiner Zeit im Herren-Handball habe ich bisher nur unter Arnd gespielt und auch insgesamt die längste Zeit meiner bisherigen Handball-Karriere unter seinen Fittichen verbracht. Er hat mich an den Männer-Bereich herangeführt und mich direkt in meinem ersten Jahr in die Mannschaft integriert. Mit ihm bin ich durch viele Höhen und Tiefen, durch euphorische Siege und schlimme Verletzungen gegangen. Arnd hat mich zu dem Handballspieler geformt, der ich jetzt bin und hat mich auch in meiner privaten Entwicklung immer gestützt. Arnd hat mich in meiner Entwicklung also am Weitesten gebracht, wofür ich ihm sehr dankbar bin.


6.Du hast während deiner Karriere mit sehr vielen Spielern zusammen gespielt. Wenn du aus allen Spielern ein Lieblingsteam wählen könntest, wie sähe die Aufstellung aus?


TW: Marc Lauterbach
LA: Hannes Bauer
RL: Jens Wiegräfe
RM: Benni Hütt
RR: Tim Schneider
RA: Jan-Hendrik Walther
KR: Christoph Koch

 
7.Wie wird es sportlich für dich weiter gehen?

Ich werde mich mit Laufen und Krafttraining fit halten und als Trainingsgast dem Gensunger Handball erhalten bleiben.

 
8.Kannst du dir vorstellen auch mal als Trainer tätig zu werden?

In den nächsten Jahren werde ich vor allem aus zeitlichen Gründen nicht als Trainer tätig sein. Doch in dem Jahr als Trainer unserer D-Jugend habe ich erfahren, wie erfüllend es ist, zu sehen, wie die eigenen Spieler besser werden und Erfolge feiern. Ich kann mir also vorstellen in Zukunft einmal wieder als Jugendtrainer tätig zu sein.

 
9.Beruflich und familiär, wie sähe dein perfektes Leben in 10 Jahren aus?

Ich trete im Oktober diesen Jahres ein Master-Studium im Bereich Steuern an. mit dem Ziel die Steuerberaterprüfung abzulegen. Ich möchte mich in 10 Jahren in der Kanzlei, in der ich auch aktuell schon arbeite als Steuerberater etablier haben. Ich möchte genügend Geld verdienen, um mir mit meiner Freundin Melissa ein Haus kaufen oder bauen zu können und dort vielleicht schon mit Kindern ein sorgenfreies Leben führen kann.

 
10. Möchtest du den ESG-Fans zum Abschied noch etwas sagen?

Vielen Dank für fünf schöne Jahre im Edertal, in den ich mich jederzeit zu Hause gefühlt habe!
Auf eine sportlich erfolgreiche Zukunft!

 

Wir bedanken uns bei Tim für die letzten Jahre in unseren Farben und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!

Teilen Sie diese Neuigkeit in Ihrem Netzwerk